Ökumenische Gemeindereise

Wallensteingarten mit Blick auf Prager Burg

Gemeindereise der reformierten Kirchgemeinden Opfikon und Wallisellen

Mit dem Schiff auf den Spuren der Reformation

Pfarrerin Cindy Gehrig aus Opfikon und Sozialdiakonin Ulrike von Allmen in Wallisellen fassten vor einem Jahr den kühnen Plan, im Zusammenhang mit dem 500-Jahr Jubiläum der Reformation eine gemeinsame Schiffsreise anzubieten. Eine Flussschifffahrt auf Elbe und Moldau von Berlin nach Prag sollte es sein und ein ganzes Schiff für diese Gruppe reserviert werden. Der Wagemut der beiden Frauen wurde belohnt und so konnte mit dem Reisebüro Mittelthurgau ein Vertrag geschlossen und  praktisch alle Schiffsplätze mit Kirchgemeindegliedern aus Opfikon, Wallisellen und einigen „Zuzügern“ besetzt werden. Zwei komfortable Reisecars der Firma Twerenbold brachten die Reiseteilnehmenden nach Berlin und von Prag zurück und standen für Landausflüge zur Verfügung.

Am 13. April starteten wir und fuhren in 1 ½ Tagen über Jena nach Berlin. Dort genossen wir eine gut kommentierte Stadtrundfahrt und schifften am späten Nachmittag in Berlin-Tegel auf der Excellence Coral ein.

In den folgenden Tagen führte uns die Reise durch den Havel-Kanal zur Elbe, An meist natürlichen Ufern entlang, war die Fahrt entspannend und genussvoll. Eindrückliche und interessante Besuche ergänzten die Schifffahrt. In der Lutherstadt Wittenberg sahen wir die Schlosskirche, wo Martin Luther anno 1517 seine 95 Thesen anschlug, die Stadtkirche mit dem Reformationsaltar und das Lutherhaus, wo Luthers Frau Katharina von Bora Haushalt hielt und täglich über zwanzig Gäste bewirtete. In Dresden  beeindruckte uns die wieder aufgebaute Frauenkirche, neben der architektonischen Pracht ein Mahnmal für Frieden und Versöhnung. Weiter ging es zu den Felsklüften der „sächsischen Schweiz“ und endlich als Krönung, die Einfahrt mit dem Schiff ins goldene Prag, etwas das wegen dem wechselnden Wasserstand von Elbe und Moldau nur wenigen Flussschiffahrern vergönnt ist.

Von meist schönem und warmem Wetter begünstigt, genossen wir den Komfort  an Bord und ausgezeichnete Mahlzeiten. Wir wurden verwöhnt durch die allzeit freundliche und dienstfertige Schiffscrew. Am Samstag, 21. April gelangten wir wieder an unsere Abfahrtsorte zurück. Die Reisenden aus den zwei Gemeinden verstanden sich gut und so bildete sich eine echte Gemeinschaft, von der niemand  ausgeschlossen war. Neben den vielen landschaftlichen Schönheiten war das wohl das eindrücklichste Erlebnis dieser gelungenen Gemeindereise.

Den beiden Initiantinnen, Cindy Gehrig und Ulrike von Allmen gehört unser grosse und aufrichtige Dank für ihr Engagement und ihre einfühlsame Reisebegleitung.

Hans Ruedi Glättli, Wallisellen